Venedig im Schnee

Komödie von Gilles Dyrek aus dem Französischen von Annette und Paul Bäcker

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Patricia wird von ihrem Freund, mit dem sie sich heftig gestritten hat, zu einem Abendessen mitgeschleppt, wo sie niemanden kennt. Wütend beschließt sie, den ganzen Abend kein einziges Wort von sich zu geben, was dazu führt, dass die Gastgeber sie für eine Ausländerin halten. Perfide und mit diabolischem Vergnügen steigt Patricia in dieses Spiel ein:

Plötzlich spielt sie die Ausländerin, erfindet eine Phantasiesprache und gibt vor aus einem vom Krieg heimgesuchten Heimatland mit dem Namen „Chouwenien“ geflüchtet zu sein.

Das tut Sie so überzeugend, dass ihr die Gastgeber Geschenke für die notleidende Bevölkerung ihres Heimatlandes aufdrängen. Sie greift freudig zu und macht sich einen Heidenspaß daraus, sie zu immer neuen „guten Taten“ für ihre Landsleute zu animieren.

Ihr Freund hingegen würde vor lauter Peinlichkeit am liebsten im Boden versinken und überlegt krampfhaft wie er diesen katastrophalen Abend möglichst unbeschadet überstehen kann…

Erst ganz am Ende wird deutlich, was es mit dem Titel „Venedig im Schnee“ auf sich hat.

Das 2003 in Paris uraufgeführte Stück brach in Frankreich alle Besucherrekorde und gehört auch in Deutschland zu den meistgespielten Komödien. Die Zuschauer sind bei dieser Komödie immer ein Stückchen schlauer als die handelnden Figuren auf der Bühne die sich immer heilloser in ihren Missverständnissen und Vorurteilen verstricken.

Diskretion Ehrensache
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